Sonnet XXXVII

Ich gleiche nicht mit dir deß weissen Mondens Liecht:
Der Monde fellt vnd steigt; du bleibst in einem Scheine:
Ja nicht die Sonne selbst: die Sonn’ ist gantz gemeine /
Gemein’ auch ist jhr Glantz; du bist gemeine nicht.
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Sonnet XXXVI

In mitten Weh vnd Angst / in solchen schweren zügen /
Dergleichen nie gehört / in einer solchen Zeit
Da Trew vnd Glauben stirbt / da Zwietracht Grimm vnd Neidt
Voll blutiger Begier gehäufft zu Felde liegen /
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Sonnet XXXV

Ich wil diß halbe mich / was wir den Cörper nennen /
Diß mein geringstes Theil / verzehren durch die Glut /
Wil wie Alcmenen Sohn mit vnverwandtem Muth’
Hier diese meine Last / den schnöden Leib / verbrennen /
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Sonnet XXXIV

JHr / Himmel / lufft vnd wind / jhr hügel voll von schatten /
Jhr Hainen / jhr Gepüsch’ / vnnd du / du edler Wein /
Jhr frischen Brunnen jhr so reich am Wasser seyn /
Jhr Wüsten die jhr stets müßt an der Sonnen braten /
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Sonnet XXXII

AV weh! ich bin in tausend tausend Schmertzen
Vnd tausend noch! die Seufftzer sind vmbsunst
Herauff geholt; kein Anschlag / List noch Kunst
Verfengt bey jhr. wie wann im kühlen Mertzen
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