Sonnet XI

DV schöne Tyndaris / wer findet deines gleichen /
Vnd wolt’ er hin vnnd her das gantze Land durchziehn?
Dein’ Augen trutzen wohl den edelsten Rubin /
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Ode XX

O wol dem der die rechte Zeit
In allen dingen siehet /
Vnd nicht nach dem was allbereit
Hinweg ist sich bemühet /
Der kennet was er lieben soll /
Vnd was er soll verlassen;
Er lebet frey vnd allzeit wohl /
Vnd darff sich selbst nicht hassen.
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Ode XVIII

Ich empfinde fast ein Grawen
Daß ich / Plato / für vnd für
Bin gesessen über dir;
Es ist Zeit hinauß zu schawen /
Vnd sich bey den frischen Quellen
In dem grünen zu ergehn /
Wo die schönen Blumen stehn
Vnd die Fischer Netze stellen.
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Ode XVII

Jhr schwartzen Augen / jhr / vnd du / auch schwartzes Haar /
Der frischen Flavien / die vor mein Hertze war /
Auff die ich pflag zu richten /
Mehr als ein weiser soll /
Mein Schreiben / Thun vnd Tichten /
Gehabt euch jetzund wol.
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Ode XIV

Asterie mag bleiben wer sie wil /
Ich weiß nichts mehr von jhr /
Vnd jhrer Huld; ein sehr viel höher Ziel
Hab ich anjetzt vor mir:
Ich will mich weiter schwingen
Als durch den Erdenkreiß /
Vnd nur alleine singen
Der Tugend Ehr’ vnd Preiß.
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